Startseite | Impressum

Die Bad Schandauer Hochwassertour

Station: Hochwasser und Parklandschaft

Standort: Kurpark

Zwischen 1800 und 1850 waren die noch relativ wenigen Kursuchenden hauptsächlich vermögende Einzelgäste, die in Privathäusern untergebracht waren. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sprang der Kurgedanke zunehmend auf breitere Gesellschaftsschichten über.
Kurhaus
Neue Gaststätten und die ersten Hotels entstanden. Die Hochzeit des Kurtourismus ist in der Zeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu sehen. Die ehemaligen kurfürstlichen Lagerflächen für Floßholz von der Kirnitzschmündung bis zur Kulturstätte wurden zu einem Kurpark umgestaltet. Das Gelände musste dafür um 2 m angehoben werden. Im Jahr 1873 wurden Promenadenwege und Gehölzgruppen angelegt, die heute stattlichen Bäume laden zum Verweilen ein.


Die Zunahme des Fremdenverkehrs führte zum Bau der großen Hotels und einer umfassenden Erschließung des Elbsandsteingebirges mit Wanderwegen. Im Jahr 1920 erhält Schandau den Bäderstatus und darf sich seitdem Bad Schandau nennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog der Fremdenverkehr nochmals einen gravierenden Wandel – die Hotels wurden in FDGB-Heime umgewandelt, die der breiten Bevölkerung günstige Ferien ermöglichten. Im Jahr 1994 erfolgte eine Neugestaltung der Kurpark- Anlage mit Brunnen aus Granit und Sandstein, den beiden in der Region vorkommenden Gesteinsarten.





Im Sommer 2002 und im Frühjahr 2006 wurde der Park überflutet, mit einer dicken, betonhart trocknenden Schlammschicht überzogen und damit großflächig zerstört.

Somit stellt sich die Frage der Nutzung einer Parkfläche im Bereich möglicher Hochwasser. Ein aufwendig gestalteter Kurpark mit Brunnen und Blumenrabatten ist ein attraktives Erholungsangebot, aber keine geeignete Überflutungsfläche für die durch Elbrückstau über die Ufer getretene Kirnitzsch. Mit großem Aufwand musste der Kurpark wiederhergestellt werden.


Zusatzinformationen:
Informationen zu Veranstaltungen im Kurpark unter www.bad-schandau.de