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Die Bad Schandauer Hochwassertour

Station: Kur-Therme, die Insel im Fluss

Standort: Therme

Seit der Wende wandelt sich Bad Schandau vom Ferienheim- Standort der ehemaligen DDR wieder hin zur Kurstadt, die sie einmal war. Allerdings muss sicher heutzutage der Kurgedanke anders definiert werden als im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ein heutiger Kurgast erwartet neben seinen Therapien und Anwendungen auch Unterhaltung, die schöne Landschaft alleine reicht nicht mehr aus. Der reine Genesungsgedanke wird um den Bereich Wellness erweitert.


Um den Titel eines Kurbades aufrecht zu erhalten, plante der Landkreis ein neues Kurbad, welches am 1. März 2002 unter dem Namen »Schrammsteinbad« eröffnet wurde. Im August 2002 wurde das 19 Mio. Euro teure Bad dann bis unter das Dach überflutet, Technik und Inventar waren nahezu komplett zerstört.

Nach umfangreichsten Sanierungsarbeiten wurde das Bad im Herbst 2004 mit einem neuen Betreiber wiedereröffnet. Die »Toskana-Therme« bietet heute neben ihren umfangreichen Wellness- und Beauty-Angeboten durch den neu hinzugekommenen »Liquid-Sound-Tempel« ein gänzlich anderes Badevergnügen.


Mit der Sanierung wurde auch ein neues Hochwasserschutzsystem installiert:
Die Fundamente des Gebäudes wurden erweitert, um im Hochwasserfall eine wasserdichte Wand aufnehmen zu können: Im Katastrophenfall wird das Gebäude innerhalb weniger Stunden mit einer 12,10 m hohen, insgesamt 300 m langen Schutzwand von der Außenwelt abgeschlossen. Die einzelnen Schotten stehen griffbereit in einem Unterstand neben dem Bad bereit. Entlang der Außenwand ist die Edelstahlabdeckung der Schiene rund um das Gebäude sichtbar.





Im Frühjahr 2006 konnte sich das System bereits bewähren. Der Aufbau und die Abschottung der Schutzwand funktionierten reibungslos und die Therme stand während des Hochwassers wie eine einsame Insel im Fluss.

 

 

Zusatzinformationen: Toskana-Terme: www.toskanaworld.net