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Die Bad Schandauer Hochwassertour

Grußwort

Hochwasser in der KirchstraßeFlüsse sind Lebensadern. Die Ufer der Elbe an der Einmündung der Kirnitzsch waren ein geeigneter Ansiedlungsort schon für die Slawen, ab dem 13. Jahrhundert auch für fränkische Siedler.
Im engen Tal durch den Elbsandstein rückte man im Verlauf der Entwicklung auch dicht an den Fluss heran, auch dorthin, wo er hin und wieder seinen Platz beansprucht. Die schon damals bestehenden Überschwemmungsgefahren nahm man offenbar in Kauf.

Es ist ein ständiger Abwägungsprozess zwischen Eingriffen in die Natur und dem Erfordernis der gesellschaftlichen Entwicklung, der auch nie fehlerfrei verlaufen wird. Beschränkungen - auch durch Gesetz - sind richtig, genaue Einzelfallbetrachtungen sind wichtig. Diese Abwägung wird nachlässiger, wenn die Menschen lange Zeit nicht mit der Hochwassergefahr konfrontiert werden.

Nach den Ereignissen von 2002 stehen wir deutlich im Spannungsfeld von Mensch und Umwelt. Getragen vom festen Willen, unsere Region und die Stadt weiterzuentwickeln, müssen wir der Um(uns)Welt Beachtung schenken, für die Belange von heute und für die Zukunft. Als unmittelbar von einer Katastrophe Betroffene sind wir verpflichtet, so zu handeln und diese Botschaft auch nach außen zu geben. Wir präsentieren nicht nur voller Stolz unsere schöne Heimat, die positive Entwicklung und die freundlichen Menschen, wir informieren unter anderem auch mit diesem Projekt über die Thematik Hochwasser. Für weitere Fragen stehen wir zur Verfügung und für Hinweise und Anregungen sind wir dankbar.

Ich wünsche mir, dass diese Info-Tour genauso umfassend wahrgenommen wird und Interesse weckt. Mein besonderer Dank gilt allen Förderern und Mitgestaltern dieses Projektes.


Andreas Eggert

Bürgermeister der Stadt Bad Schandau